about

Elena KristoforElena Kristofor wurde in Odessa geboren – Zeit unbekannt -, erlebte den Zusammenbruch der Sowjetunion und verbrachte ihre Jugend in der unabhängigen Ukraine. Um die Jahrtausendwende wanderte sie nach Österreich aus, wo Kunst in Zeiten der Sehnsucht bald zu ihrem Zufluchtsort wurde, während sie die Lebensweise der neuen Umgebung lernte. Nach ihrem Umzug nach Wien studierte sie Architektur an
der TU Wien. Bald darauf entschloss sie sich, sich der Kunst zu widmen und studierte Kunst und Fotografie an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Die Jugendjahre in der Ukraine, die einzigartige Landschaft des Schwarzen Meeres und die beruhigende Stille der offenen Steppe beeinflussten Kristofors Sinn für Raum und Licht in ihrer künstlerischen Arbeit. Sie ist eine der wenigen, die die Lücke zwischen Natur und gebauter Struktur in der Fotografie schließt und die Trennungslinie zwischen diesen Feldern verwischt. Sie erforscht die Grenzen der Wahrnehmung durch Reflexionen, Schichtungen, Überlagerungen, Transparenz und Perspektivenwechsel. Kristofors Arbeiten nehmen einen Raum zwischen Fotografie und Installation ein, indem die Schwelle zwischen Bild und Realität überschritten wird. Die Künstlerin arbeitet mit sowohl natürlichen als auch industriell gefertigten Materialien wie Spiegeln, Folien, Holzlatten oder Glas und kombiniert Techniken von Collage, Assemblage und Faltung, um dynamische Werke zu schaffen.

Elena Kristofors Interesse an räumlicher Wahrnehmung, Spiegelung, Beziehung zwischen Künstler und Betrachter zeigt sich in Gruppenausstellungen in Institutionen wie dem Österreichischen Kulturforum London, der Landesgalerie Linz, dem Museum für westliche und orientalische Kunst in Odessa und Einzelausstellungen unter anderem auf PARALLEL Vienna, im Sternstudio oder Public Domain in Wien. In ihren aktuellen Projekten konzentriert sie sich weiterhin auf Realitätsverschiebungen. Sie lebt und arbeitet in Wien.

Diana Smaczynski

 

Interview mit Daniel Lichterwaldt für Les Nouveaux Riches, 2021

Artikel im The Odessa Journal, 2021