im Rahmen der Ausstellung „Vertical Horizon„
Kyiv Biennale 2025
Lentos Kunstmuseum Linz
2025
kuratiert von Serge Klymko und Sarah Jonas

Die Künstlerin Elena Kristofor beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit menschlicher Intervention in der Landschaft, einem zentralen Thema des Anthropozäns. Dabei untersucht sie, wie Landschaften verändert, genutzt und gestaltet werden. Neben der physischen Veränderung stehen auch psychologische und wahrnehmungsbezogene Aspekte im Fokus. Sie versteht Landschaft als Palimpsest, auf dem kontinuierlich neue kulturelle und identitätsstiftende Schichten eingeschrieben werden. Ihre eigene persönliche Geschichte von Migration und die damit verbundenen Fragen nach Heimat und Zugehörigkeit bilden den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Auseinandersetzung.
In ihrem aktuellen Projekt spielen Geranien eine besondere Rolle. Diese homonyme Blume ist in Österreich weit verbreitet und symbolisiert für viele Menschen Heimat, Tradition und familiäre Geborgenheit. In der Ukraine, Elena Kristofors Heimat, trägt „Geranie“ jedoch eine ganz andere, schwerwiegende Bedeutung: Es ist der Name einer russischen Angriffsdrohne, die das Land bombardiert und zerstört. In ihrer Arbeit thematisiert sie die Ambivalenz der Geranie, verbindet Luftbildaufnahmen aus ihrem eigenen Archiv mit Kartografie und lässt die Drohnen Gedichte schreiben.








